Finkenberg

Die Gemeinde mit dem Finken im Wappen wurde im 14. Jahrhundert zum ersten Mal urkundlich erwähnt und lebte als traditionelle Bauerngemeinde lange von der Landwirtschaft, eine Zeit auch vom Kupfer- und Silberbergbau. Erst mit dem Beginn des Alpintourismus im 19. Jahrhundert und später mit dem Bau der Bergbahnen begann der Wandel zur Tourismusgemeinde.

Wie viele Gemeinden im hinteren Zillertal hat Finkenberg eine enge Beziehung nach Südtirol. So wurde der Gemeinde durch den Friedensvertrag von St. Germain (1919) der Schlegeisgrund von der Gemeinde St. Jakob in Pfitsch zugesprochen. Noch heute dient das Gebiet den Bauern St. Jakobs als Alm- und Weidegebiet.

Finkenberg liegt „eine Ebene“ über Mayrhofen am Eingang ins schluchtartige Tuxertal. Der Hausberg der Naturparkgemeinde ist der Grünberg (2.765 m), der von Finkenberg aus über den landschaftlich beeindruckenden Hermann-Hecht-Weg und die 1928 privat erbaute Gamshütte bestiegen werden kann. Heute gehört die Hütte, von der aus der bei Bergsteigern beliebte Berliner Höhenweg gestartet werden kann, der DAV-Sektion Otterfing.

Finkenberg hat einige naturkundliche Highlights zu bieten und es wurden zwei Themenwege angelegt:
Der Moorlehrpfad im Bereich Penken sowie der Naturerlebnisweg „Glocke“.
Der geschützte Landschaftsteil Glocke mit seiner Schluchtvegetation und den Edellaubbeständen ist wegen seines Mikroklimas und des Einflusses der wilden Schlucht des Tuxbaches ein botanisches Juwel. Im gesamten Ostalpenraum werden nur mehr drei derartige botanische Überbleibsel aus den vergangenen Jahrtausenden vermutet!

Finkenberg Wetter